Ein großer Wurf – Teilelokalisierer von SICK erkennt durcheinandergewürfelte Teile

Der Prüf- und Montagespezialist, Kubik Automation GmbH aus Baienfurt, bringt in seiner neuen Montagezelle sCube das Roboterführungssystem PLOC2D von SICK zum Einsatz. Das Team aus branchenerfahrenen Experten ist auf die Entwicklung innovativer Produkte und die Optimierung von Produktionsprozessen für Automatisierungstechnologien spezialisiert. Für die Bereiche Automotive, Elektromechanik, Medizintechnik und Konsumgüter werden passgenaue Sondermaschinen erarbeitet.

Von Seiten der Hersteller steigen die Anforderungen an die Flexibilität der Automation. Mit dem sCube können so mehrere unterschiedliche Teile durch eine einzige Maschine gehandhabt werden, ohne die gesamte Produktion umstellen zu müssen.

 

 

Anyfeeder eignen sich ideal für Anwendungen mit unterschiedlichen Teilen und häufigen Produktwechseln. Sie fördern und wenden Kleinteile ohne Rückführung oder den Einsatz von Förderbändern. Ein Anyfeeder besteht in der Regel aus drei miteinander kooperierenden Komponenten: einer intelligenten, mit einem Magazin kombinierten Vibrationseinheit, die Kleinteile separiert und neu anordnet, einem Vision-System, das die Teile lokalisiert, und einem Roboter, der die Teile aufhebt und weiterbefördert.

 

Zusammenspiel führt zum Erfolg

Der Ablauf des Arbeitsvorgangs folgt dem Zusammenspiel der drei beschriebenen Komponenten. Das Roboterführungssystem PLOC2D von SICK erkennt schnell und zuverlässig die Lage aller Teile und übermittelt Positionsdaten und Drehlagen an die Robotersteuerung. Anhand dieser Informationen kann der Roboter korrekt liegende Teile greifen und dem darauffolgenden Prozess zuführen. Falsch liegende Teile werden ignoriert. Nach dem Abgreifen der korrekt liegenden Teile werden die restlichen Bauteile in der Abgreifzone durch eine impulsartige Vertikalschwingung der Vibrationseinheit neu durcheinandergewürfelt.

 

Das PLOC2D ist ein Vision-System zur zweidimensionalen Teilelokalisierung. Es besteht aus einer hochwertigen Bildverarbeitungshardware und ist mit einem sehr leistungsfähigen Lokalisierungsalgorithmus ausgestattet, um eine robuste und schnelle Lokalisierung von Teilen zu gewährleisten. Zusätzlich überzeugt das PLOC2D besonders durch kurze Einrichtzeiten. Es erfordert keine Programmierkenntnisse und kann nach der einfachen Konfiguration und Parametrierung via Webbrowser sofort in Betrieb genommen werden. Durch das EasyTeach-Einlernverfahren kann es zudem für unterschiedliche Teile passend „geprägt“ werden und ist darüber hinaus in zahlreiche Roboterfabrikate und SPS integrierbar. Damit wird dank dem Roboterführungssystem von SICK das Teilelokalisieren zum großen Wurf.

 

 

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ÜBER DEN AUTOR

Seit 2010 kümmert sich Josef Zimmermann als Technical Industry Manager bei SICK intensiv um das Thema Robotik – ein elementarer Bestandteil der Industrie 4.0. Als Applikationsingenieur im Bereich Lasermesstechnik und Netzwerktechnologien stieg der studierte Elektrotechniker 2000 bei SICK ein. Berührungspunkte zu seinem heutigen Aufgabenfeld ergaben sich schon früh über die Navigation autonomer Fahrzeuge sowie Projekte in der Industrie- und Servicerobotik.