Safety goes Art – Produktionskunst „Drehmoment“ bei Dürr

Roboter stehen in der Industrie für rationelle Prozesse, höchste Präzision und reproduzierbare Qualität. Aber für Kunst? Was auf den ersten Blick nicht zusammen passt, hat bei Dürr in Bietigheim-Bissingen zueinandergefunden. Im Foyer des Maschinen- und Anlagenbauers hat der Künstler Joachim Fleischer die Lichtinstallation „Weiße Zeit“ geschaffen, in deren Zentrum drei „zweckentfremdete“ ready-2-spray-Lackierroboter agierten. Für die Sicherheit aller Beteiligten sorgte eine Sensorlösung von SICK – ein Novum, dass der Sicherheits-Laserscanner microScan3 als „Bodyguard“ für ein Kunstwerk fungierte.

 

 

Eine weiße Holzwand, ein 90 Quadratmeter großes Podest und drei Lackierroboter waren die Hauptakteure. Per Mausklick wechselte die Installation vom Stillstand in die Dynamik. Dabei warfen die Roboter Licht statt Farbe auf die Wand. Durch die abgezirkelten Bewegungen der Roboter entstanden ständig wechselnde Lichtmuster.

Was spielerisch aussah, war das Ergebnis anspruchsvoller technischer Arbeit. Joachim Fleischer hatte die Robotersteuerungen, von denen die Bewegungen ausgingen, nach seinen Vorstellungen zusammen mit Experten von Dürr programmiert. Aber um diese Installation auch im Foyer der Firma Dürr einer breiten Öffentlichkeit ohne trennende Schutzeinrichtungen präsentieren zu können, waren ein umfassendes Verständnis des Projekts, eine schlüssige Risikobewertung und das passende Sicherheitskonzept notwendig.

 

 

Dank der Sensorlösung microScan3 von SICK war dies möglich. Die 5 vertikalen, einander leicht überlappenden Schutzfelder des microScan3 sorgten dafür, dass die Roboter sicher stoppten, sobald eine Person das Podest betrat. Ganz ohne Schutzzäune und zusätzliches Personal. „Somit konnten die Grenzen zwischen Mensch und Roboter ästhetisch zerfließen und die künstlerische Betrachtung und Interpretation bewusst und sinnlich erfahrbar gemacht werden“, so Joachim Fleischer über „Weiße Zeit“.

 

ÜBER DEN AUTOR

Torsten Rapp leitet den Bereich „Sichere Laserscanner“. Bereits 1997 stieg er als Produktmanager bei SICK ein. Zuvor war der Diplomingenieur im Produktmanagement für Investitionsgüter in Forschung und Industrie tätig.