Wo gestapelt wird, da fallen Späne

Sägemehl und Holzspäne erschweren den Einsatz herkömmlicher Sicherheitssensoren in Anlagen in der automatisierten Holzverarbeitung. Dennoch wird in Sachen Arbeitssicherheit erwartet, dass Sensoren zuverlässig und präzise ihren Dienst verrichten. Einer der führenden Parketthersteller Europas, die Bauwerk Parkett AG , setzt deshalb auf den Sicherheits-Laserscanner microScan3 zur Absicherung eines Stapelroboters. Seine innovative Scantechnologie safeHDDM® macht ihn immun gegen Holzspäne.

Am Produktionsstandort in St. Margrethen im St. Galler Rheintal stellt das Unternehmen einen Großteil seines Sortiments an 2- und 3-Schicht-Parketten sowie Sportbodenbelägen aus Holz her. In der sogenannten Beschickung, der Station zwischen der Verpressung der Parkettschichten und der Oberflächenbehandlung, übernimmt ein Roboter die Zuführung der Parkettdielen durch Abstapeln einer Palette. Wegen einer nahe stehenden Maschine kam eine Absicherung durch Türen oder Lichtgitter aus Platzgründen nicht infrage. Da Sicherheits-Laserscanner zudem im Gegensatz zu Lichtgittern Hintertretschutz bieten und damit ein unbeabsichtigtes Wiederanlaufen einer Maschine verhindern, war bisher bereits ein Sicherheits-Laserscanner zur Absicherung des Arbeitsbereichs des Roboters im Einsatz. Dieser Sicherheits-Laserscanner stieß gelegentlich an seine Grenzen, wenn beim Anheben bzw. Ablegen des Holzes Holzstaubwolken entstanden. „Je nach Halbfabrikatsprozess sind hin und wieder Späne dabei, auch wenn es nur wenige sind, die sammeln sich dann meistens langsam über die ganze Palette runter“, beschreibt Heinz Isele, Manager Engineering, Bauwerk Parkett AG, die Situation. „Das sind bis zu hundert Lagen übereinander und speziell am Schluss ist es dann gelegentlich passiert, dass beim Anheben mit der Vakuumtechnik eine kleine Spanwolke rausgekommen ist; das hat den Scanner ausgelöst.“ Die Konsequenz war eine Einschränkung der Verfügbarkeit der Anlage. „Mit dem neuen Scanner, dem microScan3 , konnten wir das definitiv lösen“, erklärt Heinz Isele. 

                    

Die Vermutung liegt nahe, dass ein extrem leistungsfähiger Sicherheits-Laserscanner komplex in Handhabung und Bedienung ist. Doch weit gefehlt – denn microScan3 setzt auch hier neue Leistungsstandards. Die neue Konfigurations- und Diagnosesoftware Safety Designer ermöglicht eine spielend einfache Konfiguration und Inbetriebnahme. Bereiche werden frei gezeichnet und per USB an den Scanner übertragen. Im Betrieb sind die Statusanzeigen, LEDs und das Display aus vielen Blickrichtungen gut zu sehen – und das auch aus weiter Entfernung.

Die Halterung mit integrierten Führungsschienen macht das Fixieren und Justieren des Scanners zum Kinderspiel. Durch das bewährte Leichtmetall-Druckgussgehäuse erreicht microScan3 eine große mechanische Beständigkeit. Er sichert Gefahrbereiche an Belade- und Entladestationen, mehrseitige Zugänge an Maschinen und Materialschleusen, Maschinen in rauen Umgebungen sowie Gefahrstellen mit bis zu 30 mm Objektauflösung ab.

microScan3 – gute Figur auch bei Parkett

microScan3 macht auch bei Parkett eine gute Figur und bietet höchste Arbeitssicherheit im rauen Einsatzumfeld. Die Bauwerk Parkett AG steht mit 350 verschiedenen Parkettböden in 11 Holzarten, 57 Farben und mit jeweils 5 unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen und Strukturen für Parkettvielfalt. Gleichzeitig legt das Unternehmen durch die bewusste Wahl von wohngesunden Materialien Wert auf das Wohlbefinden der Kunden. In der Fertigung gewährleistet Bauwerk diese Qualität durch die Verbindung von Fachkompetenz mit neuster Technologie. Auch in den modernen Produktionsanlagen bei Bauwerk gilt: Die Hand- und Augenkontrolle durch erfahrene Mitarbeiterinnen ist durch nichts zu ersetzen.

Gut, dass die Mitarbeiter im Arbeitsbereich des Stapelroboters mit dem Sicherheits-Laserscanner microScan3 gut geschützt sind und gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit dank modernster Scantechnologie safeHDDM® erhöht werden konnte.

ÜBER DEN AUTOR

Als Leiterin des Bereichs Communication ist Ute Hofmann bei SICK verantwortlich für die externe und interne Kommunikation. Im Fokus stehen dabei besonders die Digitalisierung und Industrie 4.0. Diese Entwicklungen bedeuten für das Unternehmen und sein Umfeld nicht nur einen technologischen, sondern auch einen kulturellen Wandel, der kommunikativ begleitet werden muss. Ute Hofmann ist seit 2016 bei SICK tätig.