Komplette Sensorlösungen für AGC-Systeme in KEP-Distributionszentren

Industrie 4.0 – und damit einhergehend die Forderung nach maßgeschneiderten flexiblen Intralogistiklösungen – wird in der Kurier-, Express-, Paket- und Post-Branche (KEP) zunehmend implementiert. Automated Guided Carts (AGC) und Routenzüge erweisen sich als effiziente Ergänzungen und Alternativen zu herkömmlichen Materialfluss- und Sorteranlagen. SICK bietet dafür ein modulares Eco-System an – mit Sensorlösungen, die autonome Fahrzeuge zu sicheren und effizienten Werkzeugen für eine produktive Intralogistik machen.

 

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Flexible logistische Prozesse in KEP-Distributionszentren erfordern Transporttechnologien, die an die jeweiligen Aufgaben angepasst werden können – auch hinsichtlich ihrer Sensorik und Steuerungstechnik. Dabei besteht das Ziel darin, intelligente, selbstorganisierende Fahrzeugflotten zu nutzen, die dem wachsenden Flexibilitätsbedarf gerecht werden und so interne Materialflüsse in Produktions- und Logistikprozessen effizient vernetzen. Ob Lokalisierung, Personensicherheit, Kollisionsschutz oder Lasthandling – das modulare Eco-System von SICK ermöglicht komplette Sensorlösungen für alle Arten von mobilen Plattformen und bietet dabei maximale Wirtschaftlichkeit, Funktionssicherheit und zukunftssichere Investitionen.

 

Nicht jedes Paket kann per Förderband transportiert werden

 

Förder- und Sortieranlagen an KEP-Standorten sind hauptsächlich für Objekte mit klar definierten Abmessungen ausgelegt. Doch mit dem Boom im E-Commerce ist die Vielfalt der umzuschlagenden Güter erheblich gewachsen. Möbel, Reifen, Fahrräder und andere Gegenstände sind hinsichtlich ihrer Form und ihres Volumens derartig groß, dass sie intralogistisch auf besondere Weise gehandhabt werden müssen. Selbstfahrende Routenzüge – wie kürzlich in einem amerikanischen Verteilzentrum implementiert – sind eine intelligente Lösung für die automatische Handhabung solcher Güter. Die Effizienz des gesamten Warenumschlagsystems im Verteilzentrum steigt dabei deutlich, da die Mitarbeiter von schweren und monotonen Transportaufgaben entlastet werden und für Fachaufgaben mit höherem Nutzen zur Verfügung stehen.

 

Modulares Eco-System für intelligente AGCs in der Lagerlogistik

 

Da die autonomen Routenzüge und das Personal im Lager Seite an Seite arbeiten, sind die AGCs mit modernster Sicherheitstechnik von SICK ausgestattet. Die Lokalisierungstechnik ist ebenfalls „made by SICK“ – alles als schlüsselfertige Lösung, die sich flexibel an die aktuellen und zukünftigen Anforderungen der einzelnen Sortieranlagen anpassen lässt. Mit den anpassbaren Sensoren und Steuergeräte lassen sich kunden- und anwendungsspezifische Lösungen für die mobile Materialflusstechnik realisieren. Das gesamte Eco-System bietet vielfältige Lösungsansätze für Aufgaben wie die Personensicherheit, Lokalisierung und Kollisionsvermeidung sowie für die Handhabung und das Identifizieren von Transportgütern.

 

AGC-, Sensor- und KEP-Kompetenz für optimale Leistungsfähigkeit und Produktivität

 

Das Portfolio von SICK für die intelligente mobile Automation vereint die langjährige Erfahrung des Unternehmens in AGV (Automated Guided Vehicles)- und AGC-Anwendungen mit den intelligenten Sensortechnologien und dem umfassenden Wissen über KEP-Prozesse. Die Vielfalt der Lösungen zur Fahrzeugführung (z. B. optische und magnetische Linienerkennung oder Rasterlokalisierung über Data-Matrix-Codes) in Kombination mit der breiten Palette an sicherheitszertifizierten Scannern, Sensoren und Steuerungskomponenten für den 2D-, 3D- und 360°-Fahrzeugschutz beweisen die hohe Flexibilität der Sensorlösungspakete von SICK. Weitere Sensorlösungen ermöglichen die automatische Handhabung und Identifikation von Paletten, Gitterboxen und anderen Ladehilfsmitteln. So bleiben Güter auf Routenzügen oder AGCs im geschlossenen IT-Kreislauf des Betriebes und können jederzeit nachverfolgt werden. Intelligente Sensoren bieten auch Diagnosefunktionen für optimierte Wartungsroutinen und die Vermeidung von Ausfällen, wodurch die Fahrzeugverfügbarkeit sowie die Produktivität von Verteilzentren erhöht wird.

 

Neben der flexiblen, individuellen Gestaltung einer Lösung minimiert das SICK Eco-System auch deren Komplexität. Alle Komponenten sind untereinander koordiniert, die Schnittstellen sind aufeinander abgestimmt und alles ist aus einer Hand erhältlich – so werden Integrations- und Funktionalitätsrisiken zuverlässig minimiert. Darüber hinaus können die Informationen verschiedener Sensoren in Form von vorverarbeiteten Rohdaten an übergeordnete Steuerungssysteme übertragen werden, was die Integration in eine kundenspezifische Steuerungsumgebung vereinfacht. Zu guter Letzt ist das Eco-System auch dafür ausgelegt, die mobile Materialflusslösung des KEP-Lagers in die Cloud zu integrieren.

 

 

Industrie 4.0 nimmt Fahrt auf: Unsere Sensorlösungen für mobile Plattformen

 

 

 

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ÜBER DEN AUTOR

Seit 2012 leitet Volker Glöckle den Bereich Intralogistik des Corporate Solution Centers Logistics Automation. Zurzeit betreut er ein Referenzprojekt im Bereich Mobile Plattformen und arbeitet gemeinsam mit Leadkunden an der Entwicklung eines „Digitalen Zwillings“ für logistische Anlagen. Seit seinem Eintritt bei SICK 2001 hatte Volker Glöckle bereits verschiedene leitende Positionen im Bereich der operativen Logistik inne und treibt seit 2008 die technische Weiterentwicklung des Lösungsportfolios von SICK für diese Sparte kontinuierlich voran.