IO-Link: Mit großen Schritten in Richtung Industrie 4.0

Die feldbusneutrale Punkt-zu-Punkt-Kommunikation IO-Link wächst kräftig. Alleine 2016 ist die Zahl der IO-Link-Knoten um 47 Prozent gestiegen. IO-Link ist somit die erste Wahl zur Anbindung insbesondere schaltender Geräte und einfacher Sensorik in die Datenwelt. Ihre großen Vorteile sind die sehr geringen Kosten und die einfache Integration über die bestehende Verkabelung. Damit ist es möglich, Industrie 4.0-Lösungen auch bis hin zum kleinsten induktiven Sensor auszuweiten und Zustands- und Parametrierdaten über die gesamte Anlage oder Fabrik zu erhalten. Einfachheit und Herstellerneutralität sind dabei die großen Pluspunkte, die es dem Anwender leicht machen, mit IO-Link zu arbeiten.

In den letzten Monaten hat sich das IO-Link-Protokoll darüber hinaus stark weiterentwickelt, um Anwendern neue Möglichkeiten zu erschließen. Mit dem neuen IODD-Finder besteht nun auch eine zentrale Fundstelle für Gerätebeschreibungsdateien fast aller Hersteller.

Für SICK als führender Hersteller von Sicherheits-Sensorik besonders wichtig ist die Bereitstellung der „IO-Link Safety System Extensions“.  Mit der im April 2017 veröffentlichten Spezifikation zu IO-Link Safety lassen sich nun auch Lösungen zur funktionalen Sicherheit bis SIL3 einfach und sicher realisieren. Die neue Spezifikation ermöglicht dabei sichere Parametrierung, einfachen Gerätetausch, gemeinsame Anbindung sicherer und nicht-sicherer Geräte an einem IO-Link-Master sowie die Anbindung an Feldbus-Safety-Protokolle. Durch die kostengünstige Implementierung können sogar einfachste Sicherheitsgeräte wie Not-Halt-Schalter integriert werden. 

Bereits Anfang 2017 wurde das neue IO-Link-Profil zum Firmware Update veröffentlicht. Damit kann die Firmware eines installierten Sensors einfach und mit herkömmlichen IO-Link-Mastern nachträglich um zusätzliche Funktionen erweitert werden – und das alles über das gewohnte Standardkabel. Authentifizierung und Prüfalgorithmen stellen dabei sicher, dass nur freigegebene Updates installiert werden und dass diese korrekt im Sensor ausgeführt wurden.

ÜBER DEN AUTOR

Christoph Müller verantwortet Product Management und Marketing für das Global Business Center Industrial Integration Space und damit die SICK-Aktivitäten rund um vertikale Integration und datenbasierte Lösungen der Industrie 4.0. Zuvor leitete er bei SICK unter anderem die Bereiche „Global Marketing and Communication“ sowie den Aufbau neuer Geschäftsfelder.