Wachstumsmarkt Biogas: Britische Biomethananlagen nutzen Ultraschall-Gaszähler zur Abrechnung

Über die Hälfte der rund 80 Biomethananlagen in Großbritannien erfasst Gasmengen vor der Einspeisung mit dem FLOWSIC500 von SICK. Vor allem der britische Systemintegrator Thyson schätzt den störungsfreien Ultraschall-Kompaktgaszähler, der eigens für den eichpflichtigen Einsatz in der Erdgasverteilung konzipiert wurde.

 

 

Eine Biogasanlage besteht im Wesentlichen aus dem Fermenter oder Faulturm, Reinigungsstufen, der Gasaufbereitung und der Einspeisung. Organische Abfälle wie Stroh, Lebensmittelreste oder Abwässer werden von Bakterien zu rohem Gas zersetzt. Das Rohgas wird anschließend getrocknet, Schwefel abgetrennt und das Gas gegebenenfalls mit Flüssiggas angereichert, um es zu synthetischem Methan aufzubereiten.

 

 

Eichfähige Messung erforderlich

 

Zu überwachen sind dabei die wechselnden Gehalte von Methan, Sauerstoff und Schwefelwasserstoff, um die Effizienz und Sicherheit der Abläufe zu gewährleisten. Vor der Einspeisung muss außerdem noch der Druck heruntergeregelt, erneut die Gaszusammensetzung gemessen, der Energiegehalt bestimmt und die angefallene Menge exakt auf Normkubikmeter umgerechnet werden. Sonst riskieren die Lieferanten, die spezifischen Anforderungen der Gasnetze zu verfehlen oder erhebliche Abrechnungsverluste einzufahren.

 

Als Untergruppe von Erdgas unterliegt Biomethan in Großbritannien allen in der Erdgasbranche gängigen Richtlinien - auch was die eichpflichtige Messung betrifft. Einspeisestationen britischer Biogasanlagen arbeiten vielfach noch mit Turbinenradzählern. Der Engineering-Dienstleister Thyson Technology dagegen konzipiert seine Gasübergabemodule seit 2014 nur noch mit dem kompakten Ultraschall-Gaszähler FLOWSIC500 von SICK. Ausschlaggebend ist die hohe Genauigkeit des Geräts bei zuverlässig störungsfreiem Betrieb.

 

 

Jedes der bisher etwa 50 installierten Thyson-Gasübergabemodule besteht aus einem Druckregler, einem Analysenschrank, einem Odoriersystem sowie Kommunikationstelemetrie-Modulen, kombiniert mit einem FLOWSIC500. Der Gaszähler wird vor dem Einbau bei 8 bar auf einem akkreditierten Prüfstand kalibriert. Damit ist er zur Gasabrechnung nach dem britischen ME2-Standard befähigt. Der Zähler ist an einen Flow-X Flowcomputer von SICK angeschlossen, der die Gasmengen umwertet, Ereignisse und Parameter protokolliert und Reports erstellt. Hauptsächlich werden Gaszähler der Nennweite DN50 eingesetzt, um Durchflussmengen zwischen 50 und 80 m³/h zu messen. 

 

 

Trotz immer noch hoher Produktionskosten ist Biomethan weltweit im Kommen. Nicht nur Klimaschutzziele wirken dabei als Treiber, sondern auch der Wunsch nach Unabhängigkeit von Öl- und Gasimporten. Organische Rohstoffe und Abfälle bieten prinzipiell ein riesiges Energiepotential.

 

 

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ÜBER DEN AUTOR

Jörg Wenzel ist seit 2011 im Bereich Durchflussmessgeräte und Gaszähler für SICK tätig, unter anderem als Gruppenleiter Produktmanagement. Seit 2016 verantwortet er das Marketing für diesen Bereich. Mit seinem Team arbeitet er zusammen mit dem Produktmanagement maßgeblich an der Marktpositionierung neuer Produkte und innovativer Lösungen.